Ihr großer DSL Vergleich im Internet.
 
Schnellsuche Anbieter:  Geschwindigkeit: 
 Preistipp:   1&1 DSL mit Samsung Galaxy Tablet gratis dazu
 

Tempobremse nun auch bei DSL-Flatrates

Stein auf Stein - wie die Telekom eine virtuelle Mauer baut

Vor rund 15 Jahren war an Blu-Ray, Maxdome und exzessives Onlinegaming noch gar nicht zu denken. Internetseiten wurden mühselig via HTML mit der Hand geschrieben und auch Cloud-Dienste gab es noch lange nicht. Heutzutage besitzt gefühlt jeder Zweite einen privaten Blog, Facebook eroberte die Welt im Sturm und ein Großteil der Nutzer schauen ihre Filme im Internet über Streamingangebote wie Maxdome oder Watchever. Aufgrund der immer besser werdenden Qualität und der schnelleren Internetgeschwindigkeit, entstanden im Laufe der letzten Jahre enorme Datenmengen. Internetanbieter drehten an der Traffic- und Performanceschraube, Volumentarife starben und auch UMTS-Angebote wurden immer beliebter. Nur ein einziger Anbieter wagt den Schritt zurück und möchte mit einer Traffic-Drosselung die Datenmengen im Zaum halten – die Telekom.

Die Drosselung oder die Beschneidung des Internets
Die Telekom setzt bei den neuen Tarifen auf bekannte Produkte und Geschwindigkeiten, schiebt diesen jedoch ab einer bestimmen Menge einen Riegel davor. Im UMTS- und LTE-Sektor ist dieses Vorgehen bereits seit Markteinführung bekannt und berechtigt, da dadurch einer Netzüberlastung entgegengewirkt wird. Die Kapazitäten des „Internets aus der Steckdose“ sind über die Jahre hinweg jedoch so weit gereift, dass eine Drosselung eher Nachteile mit sich bringt. So wird einem Nutzer, der im Monat 35 Euro für einen Tarif zahlt, die Geschwindigkeit ab 75 Gigabyte Volumen von 16 Mbit/s auf 2 Mbit/s gedrosselt. Eine Nutzung von Onlinevideotheken oder Computerspielen ist mit dieser Geschwindigkeit nur stark eingeschränkt möglich. Wer seine Grenze erst nach 200 Gigabyte erreichen möchte, der kann einen teureren VDSL-Tarif buchen, vorausgesetzt, dieser ist am Wohnort auch verfügbar. Sind die 200 Gigabyte letztendlich erreicht und die Mauer gebaut, kann der Nutzer für einen Aufpreis weitere 100- bzw. 200 Gigabyte hinzubuchen und weiterhin mit maximaler Geschwindigkeit surfen.

Wie das Unternehmen mitteilte, sind Telekom interne Dienste von der Traffic-Grenze nicht betroffen. Kunden die das Entertain-Paket oder die Telekom Cloud nutzen, dürfen dies auch jenseits ihrer 75 Gigabyte Grenze machen.

Der Power-User ist dran schuld!
Mit Bekanntwerden der Drosselung durch die Telekom, ging ein Aufschrei durch die Massen, der nicht ausschließlich vom „Power-User“ kam, denn dies sei angeblich der Grund für den Traffic-Käfig der Telekom. Laut dem Konzern wird der „Dauer-Downloader“ vom kleinen Mann bezahlt, der weniger nutzt, so war es früher und laut der Telekom sollte es anscheinend immer so bleiben. Doch ging diese Rechnung natürlich nicht auf, da das Datenvolumen auch für den Nutzer stieg, der das Internet sonst nur zum Abrufen seiner Mails nutzte. Updates von Programmen und Betriebssystemen, ausgelagerte Internetanwendungen und zahlreiche Onlinedienste wie Youtube, Steam oder Facebook zehrten auch an den Leitungen der Wenignutzer. Hinzu kamen noch alle, die ihre Leitung durch gelegentliches Spielen oder Zusatzdownloads weiter molken. In erster Linie war es dennoch der „Power-User“, der Schuld an der Drosselung war, doch sind zur heutigen Zeit nicht alle „Power-User“? Bei aktuellen HD-Inhalten oder großen Onlinespielen, die bis zu 50 und 60 Gigabyte groß sein können, kann der Spaß schnell vorbei- oder sehr teuer werden.

Die Frage nach dem Sinn des Internets
Die Digitalisierung schreitet unaufhörlich vorwärts, neue Internetfirmen erblicken fast stündlich das Licht der Welt und die Ausbreitung neuer DSL-Anschlüsse schreitet weiterhin voran. Dadurch werden auch die im Internet verbrauchten Datenmengen größer und größer, wodurch auch in vielen Jahren eine hohe Kapazität an Datenvolumen benötigt wird. Der Schritt der Telekom die Anschlüsse ihrer Kunden zu drosseln, mag in ihren Augen eine intelligente und kosteneffiziente Möglichkeit sein, eine zusätzliche Einnahmequelle zu generieren, dennoch vergisst der Konzern, dass sich annähernd jeder zukünftige Haushalt zum Extremnutzer entwickelt. Bereits jetzt ist die Videothek in der nächsten Straße leer, da ein Großteil aller Nutzer die Filme online abruft. Bereits jetzt stehen viele Spieleregale in den Elektronikmärkten voll von Produkten, da eine erhebliche Masse an Spielern ihre „Games“ über Onlinedienste herunterlädt. Auch die Nutzung von lokalen Netzwerkfestplatten oder eigenen Servern geht weiter zurück, da eine Cloud-Lösung effizienter und einfach zu realisieren ist. Der Fortschritt ist kaum aufzuhalten und die Telekom lebt mit dem neuen Geschäftsmodell im Hier und Jetzt. Spätestens in wenigen Jahren wird der Konzern erkennen müssen, dass aufgrund des enormen Ausbaues von kabellosem Internet wie UMTS- und LTE ein starker Konkurrent auf dem Land zahlreiche Kunden abspenstig machen wird.

Datum: 25.11.2013
 

Copyright © 2016 dsl-preistipp.de